
🇫🇷🦟 "Tiger-Mücken drohen rechtliche Konsequenzen"
Der Bürgermeister einer französischen Gemeinde hat per Dekret den Flug von Tiger-Mücken verboten
Die Begründung für das Dekret lautet, dass die Tiger-Mücke ein potenzieller Überträger tödlicher Krankheiten ist und dass ihre Flüge und Stiche "Ärger und große Besorgnis in der Bevölkerung verursachen".
Das Dekret verbietet den Flug von Tiger-Mücken sowohl tagsüber als auch nachts. Das Verbot gilt unter anderem für Straßen, Plätze, öffentliche Gärten, Parks, Gewässer und öffentliche Gebäude.
Jede gesichtete Mücke muss ihren Flug sofort beenden und sich in Richtung der dafür vorgesehenen Fallen bewegen. Die Einhaltung der Vorschriften wird von Polizeibeamten überwacht.
Das Dokument erlaubt es auch, Schwalben, Fledermäusen und anderen Tieren bei der Jagd nach Verstößen zu helfen.
Der Bürgermeister selbst beschreibt es als „ernstes und gleichzeitig leichtes Thema“:
Die Bürger beschwerten sich, man könne nicht mehr draußen Apéro trinken. Ziel sei vor allem, die Bevölkerung erneut für die wichtigen Präventionsmaßnahmen zu mobilisieren (stehendes Wasser beseitigen, Untersetzer leeren, Dachrinnen reinigen usw.).
⛓ Er räumte ein, dass bislang noch „keine Mücke verhaftet oder mit Bußgeld belegt“ wurde.
Solche skurrilen Dekrete sind in Frankreich keine absolute Neuheit, so gab es auch früher schon z. B. Verbote von Mücken in anderen Gemeinden oder andere humorvolle Verordnungen.
Es gibt (hoffentlich) keine ernsthafte Erwartung, dass die Polizei jetzt Mücken jagt, sondern ist nur ein medial wirksames Mittel, um Aufmerksamkeit für ein reales Problem zu erzeugen:
Die asiatische Tigermücke ist in weiten Teilen Frankreichs etabliert, kann Dengue, Chikungunya und Zika übertragen und ist auch sonst für die Menschen sehr lästig.
🇷🇺😉🤪🇩🇪